Teamrunden neu gestalten - Mitarbeiter in die Verantwortung holen

Ihre Herausforderung

 

Bestens vorbereitet geben Teammeetings neue Orientierung und die Gelegenheit, jeweilige Kenntnisstände untereinander abzustimmen und voneinander zu lernen. Hier werden gemeinsame Arbeitsprozesse modelliert. Gut geschnürte Arbeitspakete geben Ihnen und Ihrem Team Sicherheit und unterstützen eigenverantwortliches Handeln aller Teammitglieder. Ihre durchweg engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von dem Miteinander, nutzen die Gelegenheit des Austausches - So stellen wir uns das Ideal eines Teammeetings vor. Wie geht es Ihnen?

Häufig erleben wir im Alltag jedoch etwas anderes. Sie kommen kurz vor dem Meeting in den Raum, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken angeregt im Gespräch miteinander. Dann ist die Startzeit erreicht und Sie bitten um die Aufmerksamkeit Ihres Teams. Was dann passiert, scheint häufig nach einem ähnlichen Muster zu verlaufen: 

Die vorher so lebhafte Runde wirkt mit fortschreitendem Meeting unbeteiligt und lauscht mehr oder weniger aufmerksam Ihrem Monolog. 

Alle Beteiligten haben sich eingerichtet in ihre üblichen Rollen - die einen mehr, die anderen weniger aufmerksam oder beteiligt. Ein wenig Farbe erhält das Szenario allenfalls kurz durch die direkte Ansprache von Spezialistinnen und Spezialisten eines Themas auf Ihrer Agenda und auch mal länger, sobald es sich um Raum für die Diskussion aktueller Missstände handelt. Wobei hier oft wenig konstruktiv diskutiert wird und eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung fern scheint.

Nach anderthalb Stunden ist die Sitzung zwar beendet, aber sowohl Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als auch Sie fragen sich kritisch: Habe ich hier neue Erkenntnisse gewonnen? Haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatsächlich neue Orientierung erhalten? Sind Meetings immer so? Ist das einfach unvermeidbar? Oder geht das nicht auch anders? 

Das Bild dieser gefühlt unproduktiven Teamrunden scheint überzeichnet, aber wir alle kennen Sitzungen und Teambesprechungen, die so oder ähnlich verlaufen und nach deren Ende wir uns diese Fragen stellen.

Wir sagen, JA, es kann auch anders sein! 

Gehören Sie zu der Gruppe von Führungskräften, die Lust darauf haben, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzuladen, ebenso Verantwortung für das Miteinander und für das inhaltliche Vorankommen in der Teamrunde zu übernehmen? 

Dann haben wir Ihnen hier eine Idee aus unserer Toolbox zusammengestellt, mit der Sie Ihre Besprechungen sinnvoll, effizient und mit Spaß gestalten können. Was Sie hierfür benötigen? Lediglich die Karten für die Teamrollen, die Sie HIER herunterladen können, Neugier für eine neue Art der Teamrunde und Lust darauf, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verantwortung übernehmen dürfen.

Für Ihre Toolbox

In jedem Team nehmen die Mitarbeitenden durch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und Kompetenzen bereits unterschiedliche Rollen ein. Sie kennen Ihr Team am besten. Welche Rollen sind in Ihrem Team bereits vorhanden? Nutzen Sie diese Rollen auch für die Gestaltung Ihrer Besprechungen. 

Stellen Sie sich folgende Fragen: Welche Rollen brauche ich in der Runde, damit wir mit unseren Themen voran kommen? Welche Rollen könnten dazu beitragen, dass wir unsere Themen konstruktiv diskutieren und zu guten und neuen Lösungen kommen? Welche Perspektiven sollten wir mehr einbeziehen?

So können Sie verschiedene Rollen definieren, die reihum jede/r Mitarbeiter/in einmal einnimmt und aus dieser Rolle heraus Diskussionsbeiträge oder Fragen in die Teamrunde einbringt.

Wichtig hierbei für Ihre gemeinsame Haltung: 

Es geht darum, in einen konstruktiven und lösungsorientierten Flow zu kommen.

Welche Rollen könnten Sie also bspw. verteilen?

Zunächst empfehlen wir, dass sie die Rolle des Moderators/ der Moderatorin im Team rotieren lassen. So erlebt jede/e Mitarbeiter/in einmal die Herausforderung, die Sie vermutlich jede Woche erleben: wie führe ich das Team durch die Themen? Wie stelle ich sicher, das jede/r gehört wird und sich einbringt?

Weitere interessante Rollen:

Der/die Sinnstifter/in - diese Person könnte für den positiven Flow verantwortlich sein: Warum bringt uns das Thema voran? Welchen Mehrwert haben wir, wenn wir diese neue Idee verfolgen? Was könnten wir daraus Neues lernen?...

Der/die Macher/in - Macher/innen bringen die Einstellung mit: weniger debattieren, einfach mal machen! Sie sagen Sätze wie "Lasst uns damit anfangen, ich übernehme bzw. weiß, wie wir uns dazu organisieren - wer macht was. Hauptsache wir fangen einfach mal an und probieren uns aus." 

Der/die Vernünftige - geht erst einmal einen Schritt zurück, betrachtet die Idee aus kritischer Distanz und erkennt mögliche Stolpersteine, bringt Ideen ein, den Stolpersteinen zu begegnen bzw. moderiert hierzu das Brainstorming.

Der/die Überflieger/in - betrachtet das ganze aus der Metaperspektive, beobachtet den Diskussionsprozess, nutzt die Perspektivenvielfalt, um aus Unterschieden zu lernen, behält dabei auch den Überblick über Schwingungen im Team und darüber, ob und wie sich jede/r beteiligt.

Der/die Rückblickende - nutzt Erfahrungen aus der Vergangenheit, bringt die Learnings aus anderen Projekten konstruktiv ein und überträgt sie auf zukünftige Situationen - was haben wir aus den letzten ggf. ähnlichen Themen gelernt, das wir jetzt auch hierfür nutzen können bzw. das wir dieses Mal besser im Blick haben sollten?

Das Unternehmen/die Organisation - was würde uns die Organisation sagen, wenn wir sie fragen? Wie ist die Unternehmenssicht darauf? Was gewinnt die Organisation, was könnten Argumente sein, die wir bedenken sollten?

Der/die Kunde/in - was wünscht sich der Kunde? Warum sollte uns die Kundin auswählen - was hebt uns im Vergleich zu anderen hervor? Welche Bedarfe decken wir hier? Welche Sehnsüchte könnten wir mit unserem Produkt wecken? Hier wird der/die Nutzer/in unseres Produktes oder unserer Dienstleistung in den Blick genommen.

Der/die kreative Querdenker/in - denkt um die Ecke, spinnt frei von Grenzen und Regeln, bringt noch nie dagewesenes ein…

Vielleicht fallen Ihnen noch weitere nützliche Rollen ein, die Sie gern verteilen möchten? Die Idee ist, dass Sie einfach mal aus den alten Mustern heraustreten, in denen Sie gemeinsam im Team Ihre Themen erarbeiten. Gehen Sie einmal neue Wege, um kreativer und zielorientierter zu diskutieren. Warum mehr desselben, wenn es Sie bisher so nicht weitergebracht hat?


Wie können Sie weitere Rollen finden? 

Beobachten Sie Ihr Team, welche Rollen nehmen die Kolleg/innen normalerweise ein? Ein erster Weg wäre, hierfür einmal das genaue Gegenteil zu überlegen - so wird aus dem Meckerer der Lösungsorientierte ("Wie könnten wir dieses erreichen?"), aus der Kritikerin die Unterstützerin ("Jawoll, das ist eine unterstützenswerte Idee") und aus dem Ängstlichen der Risikofreude ("Hey, wer wagt, der gewinnt!"). Oder aber Sie nutzen vorhandene Rollen, entwickeln nicht das Gegenteil davon, sondern nutzen sie so, wie sie sind, geben Ihnen aber konstruktive Fragen oder Leitgedanken mit an die Hand. So kann aus dem Meckerer derjenige werden, der kritisch auf das Thema schaut. Jedoch weniger im Sinne von "Hatten wir schon, bringt doch nichts" sondern, wenn wir den Weg gehen, sollten wir dieses und jenes bedenken, um erfolgreich zu sein. 

Verleihen Sie so vorhandenen Rollen eine Stimme, mit der die Rolleninhaber verantwortungsvoll und lösungsorientiert umgehen. 

Ihr Mehrwert

Sie nehmen alle Teilnehmer/innen in der Teamrunde in die Verantwortung, die Diskussion und vor allem die Lösungsfindung mitzugestalten.

Sie und Ihre Mitarbeiter/innen fühlen sich so in verschiedene Rollen ein und entwickeln mit jedem Mal mehr ihre Empathiefähigkeit.

Sie nutzen gemeinsam die hohe Kunst des Perspektivwechsels, um zu noch besseren Lösungen für alle Beteiligten zu kommen - für Sie, Ihr Team, Ihre Organisation, Ihre Kunden.

Unser Beitrag

Gern unterstützen wir Sie dabei, diese Methode in Ihrem Team einzuführen oder weitere Ideen zu generieren, wie Sie Ihre Mitarbeitenden mehr in die Verantwortung holen, gemeinsam die Zusammenarbeit zu gestalten.

Sprechen Sie uns gern an!

Haben Sie Fragen zum Tool? Brauchen Sie einen Spaaringspartner bei der Einführung des Tools oder aber dabei, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr Verantwortung zu holen? Melden Sie sich gern bei uns!

kontakt@ankersetzen.com

Die Teamrollen zum Download 

Laden Sie sich HIER die Teamrollen herunter und probieren Sie das Tool mit Ihrem Team aus.